Verhaltenstherapie
Wenn ihr schon überlegt habt, ob ihr es überhaupt noch schafft
Leinenaggression, Angst, Aggression, Jagdverhalten. Ihr seid nicht gescheitert, und euer Hund ist nicht kaputt. Aber ihr braucht jemanden, der genauer hinschaut.
Erst verstehen, dann trainieren
Ein Hund, der an der Leine pöbelt, tut das nicht aus Bosheit. Meistens steckt Unsicherheit dahinter, manchmal Schmerz, manchmal schlicht die Erfahrung, dass Bellen funktioniert hat. Alle drei brauchen völlig unterschiedliche Antworten — und deshalb steht am Anfang kein Trainingsplan, sondern eine ausführliche Anamnese.
Als Tierpsychologin (ATN) schaut Erika hinter das Verhalten: Vorgeschichte, Alltag, Auslöser, körperliche Verfassung, eure eigene Reaktion in der Situation. Erst wenn klar ist, was der Hund eigentlich sagt, macht Training Sinn.
Kein Gruppenzwang
Wir starten immer im Einzelsetting. Ein ängstlicher oder reaktiver Hund lernt nichts, während er zwischen fünf anderen Hunden über seine Grenze geht — und ihr auch nicht, während ihr euch beobachtet fühlt.
Erst wenn euer Hund so weit ist, üben wir Begegnungen. Kontrolliert, in der Distanz, die er halten kann, und keinen Meter näher.
Womit ihr kommen könnt
- Leinenaggression — Bellen, Vorschießen, Pöbeln bei Hundebegegnungen
- Angst und Unsicherheit — vor Menschen, Geräuschen, Autos, dem Tierarzt
- Aggression gegenüber Menschen oder Artgenossen
- Jagdverhalten — Hetzen von Reh, Hase und allem, was sich bewegt
- Trennungsstress — Jaulen, Zerstören, Nicht-allein-bleiben-können
- Hunde aus dem Tierschutz mit unbekannter Vorgeschichte
Antijagdtraining
Jagen ist kein Ungehorsam, sondern selbstbelohnendes Verhalten — deshalb funktioniert Schimpfen dagegen nicht. Wir bauen ein Alternativverhalten auf und trainieren Impulskontrolle so weit, dass ihr im Wald wieder atmen könnt.
- Impulskontrolle bei Reh, Hase und Co.
- Alternativverhalten statt Hetzen
- Rückruf, der auch aus dem Reiz heraus trägt
Was wir nicht tun
Kein Erschrecken, kein Schmerz, keine Geräte, die einen Hund einschüchtern. Nicht aus Prinzipienreiterei, sondern weil unterdrückte Angst wiederkommt — meistens heftiger und ohne Vorwarnung.
Und noch etwas: Wenn der Verdacht besteht, dass Schmerzen oder eine Erkrankung im Spiel sind, schicken wir euch zuerst zur Tierärztin. Verhaltensarbeit auf einem schmerzenden Hund funktioniert nicht.
Die erste Frage kostet nichts
Erzählt uns kurz von eurem Hund und eurem Anliegen — auch wenn ihr noch gar nicht wisst, wo ihr anfangen sollt.